Grußworte

Herr Christian Wulff, Bundespräsident a.D., www.bundespraesident.de

Zahntechnikerin, Friseur, Automechanikerin sind gängige Ausbildungsberufe, von denen viele Schülerinnen und Schüler träumen. Wer sich als junger Mensch hingegen für die Alten- und Krankenpflege interessiert mag verwunderte Fragen ernten: Macht es Freude, sich um alte oder kranke Menschen zu kümmern?

Ich bin davon überzeugt, es macht Freude, und vor allem bringt es Erfüllung. Es gibt wahrscheinlich wenige andere Berufe, in denen man so viel Dankbarkeit und menschliche Nähe erfahren kann.

Die Alten- und Krankenpflege ist eine höchst anspruchsvolle Aufgabe. Ich habe größten Respekt vor allen, die sich ihr stellen. Es ist eine Aufgabe, bei der es unendlich wichtig ist, dass sie exzellent erfüllt wird. Jeder, der oder die einmal im Krankenhaus lag, weiß, wie hilflos man sich fühlen kann, und wie dankbar man ist, wenn es jemanden gibt, der einem in so einer Situation kompetent und einfühlsam zur Seite steht. Jeder, der mit der Pflege eines älteren Menschen in Berührung kam, weiß, dass es gerade in den letzten Jahren des Lebens wichtig ist, verständnisvolle und fähige Pfleger an der Seite zu haben. Sie sind es, die unsere Gesellschaft ein Stück menschlicher machen.

Was sie leisten, verdient mehr Anerkennung und Aufmerksamkeit. Deswegen unterstütze ich gerne den Deutschen Bundeswettbewerb „Bester Schüler in der Alten- und Krankenpflege“. Er führt uns allen vor Augen, was in diesem Beruf geleistet wird, und er zeigt, dass es sich gerade hier lohnt, sich anzustrengen.

Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wünsche ich viel Erfolg und alles Gute für die Zukunft

Christian Wulff

Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt Herr Dr. Reiner Haseloff, www.sachsen-anhalt.de  

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wird bereits jetzt in vielen Bereichen ein Fachkräftemangel beklagt. In doppelter Weise betroffen ist davon die Kranken- und Altenpflege: Auf der einen Seite nimmt die Zahl der betreuungs- und pflegebedürftigen älteren Menschen zu und auf der anderen Seite geht das Reservoir für den Fachkräftenachwuchs zurück. Umso notwendiger ist es, die Pflegeberufe für junge Menschen attraktiver zu machen und das Ansehen dieser Berufe in der Gesellschaft zu verbessern. Dazu ist der Wettbewerb „Bester Schüler in der Alten- und Krankenpflege“ ein wichtiger Beitrag, den ich ausdrücklich begrüße.

Es ist eine Herausforderung für unsere Gesellschaft, bedürftigen Menschen kompetente und möglichst auch liebevolle Pflege zuteil werden zu lassen. Der Pflegeberuf bedeutet nicht nur Mühe und Anstrengung. Menschliche Zuwendung zu geben, bedeutet auch Erfüllung für die Pflegenden und gibt ihnen neue Kraft. Der Wettbewerb zeigt, wie facettenreich die Pflegeberufe sind. Erforderlich sind Kompetenz und Verantwortung ebenso wie ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und Mitmenschlichkeit.

In diesem Sinne wünsche ich dem Bundeswettbewerb die hohe Resonanz, die er verdient. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wünsche ich viel Erfolg und weiterhin Freude an ihrem interessanten und wichtigen Beruf.

Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt

ehemalige Ministerpräsidentin des Saarlandes Frau Annegret Kramp-Karrenbauer, www.saarland.de

Demografischer Wandel – ein Schlagwort, das uns in der heutigen Zeit häufig begegnet und in vielen Bereichen unseres täglichen Lebens Einzug gehalten hat. Die Politik und alle gesellschaftlichen Kräfte müssen dieser Entwicklung Rechnung tragen und neue Konzepte für die zukünftige Gesellschaftsstruktur entwickeln. Da unsere Gesellschaft immer älter wird, wächst auch die Zahl der pflegebedürftigen Menschen. Schon heute gibt es in vielen Berufsbranchen, insbesondere auch in den Pflegeberufen, einen Fachkräftemangel.

Deshalb freue ich mich über den Bundeswettbewerb „Bester Schüler in der Alten- und Krankenpflege 2012“, der auf kreative Weise vielen jungen Menschen die Bedeutung ihres zukünftigen Berufes vor Augen führt und ihnen Selbstvertrauen gibt, den richtigen Beruf gewählt zu haben. Dieser Wettbewerb ist den jungen Auszubildenden Ansporn, sich im Bereich der Alten- und Krankenpflege weiter zu qualifizieren und eine perfekte Pflegearbeit anzustreben. Darüber hinaus ist er ein geeignetes Forum, das bisher Erlernte unter Beweis zu stellen und sich mit Gleichaltrigen in den verschiedensten Bereichen des Pflegeberufes zu messen.

Oftmals genießen die Pflegeberufe in der Öffentlichkeit nicht das notwendige Ansehen. Kaum einem ist bewusst wie viel Einfühlungsvermögen, Kompetenz und Verantwortungsbewusstsein die Pflegekräfte täglich für ihre wichtige Arbeit zum Wohle vieler pflegedürftiger Menschen brauchen. Auch deshalb begrüße ich diesen Bundeswettbewerb, der einen wichtigen Beitrag dazu leistet, die Pflegeberufe stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu stellen und damit ihre wachsende Bedeutung anzuerkennen.

Ich wünsche dem Bundeswettbewerb „Bester Schüler in der Alten- und Krankenpflege“ einen erfolgreichen Verlauf und drücke allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Daumen, dass sie die gestellten Fragen und Aufgaben mit Bravour lösen können.

Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerpräsidentin des Saarlandes

Herr Jens Spahn, MdB, Bundesminister für Gesundheit, Schirmherr des Bundeswettbewerbs, www.jens-spahn.de

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

Sie haben sich für einen attraktiven, abwechslungsreichen und zugleich herausfordernden Beruf entschieden. Vor Ihrer Entscheidung für den Pflegeberuf habe ich großen Respekt. Wir brauchen junge Menschen wie Sie. Menschen, die bereit sind, Verantwortung in einem nicht immer einfachen Beruf zu übernehmen. Sie sind Vorbilder und werden durch Ihre Arbeit Ihren Familien, Freunden und Bekannten zeigen, dass ein Pflegeberuf Herausforderung und Erfüllung zugleich sein kann.

Gott sei Dank werden wir Deutschen immer älter – das heißt aber auch, dass die Zahl der Pflegebedürftigen in den kommenden Jahren steigen wird. Sie haben sich damit für einen Beruf mit Zukunft entschieden.

Sehr gerne habe ich die Schirmherrschaft des Bundeswettbewerbes übernommen, da dieser Freude am Beruf, Wettbewerb im positiven Sinne und notwendige Fachlichkeit vereint. Die hohen Ansprüche, die der Wettbewerb an die teilnehmenden Schulen stellt, sind Ansporn und Qualitätsnachweis in einem.

Ich wünsche allen Beteiligten viel Erfolg sowie spannende und lehrreiche Erfahrungen.

Jens Spahn

Frau Vera Int-Veen, Moderatorin bei RTL, www.vera.de

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer!

Ich wünsche euch beim Bundeswettbewerb „Bester Schüler in der Alten- und Krankenpflege“ ganz viel Glück und vor allem viel Spaß!  Die Pflege alter und kranker Menschen liegt mir sehr am Herzen, denn jeder Mensch hat einen liebevollen und würdigen Lebensabend bzw. eine intensive, fachkundige und herzliche Krankenpflege verdient!  Ich habe sehr großen Respekt davor, wenn sich junge Menschen im sozialen Bereich engagieren und ihr Herzblut in Pflegeberufe legen. Dabei wünsche ich euch allen ganz viel Freude, Kraft und alles Liebe, eure

Vera Int-Veen“

 

Herr Franz Müntefering, Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) von 2004 bis 2005, www.franz-muentefering.de

„Menschen sind auf Menschen angewiesen.  Deshalb ist alle Arbeit so wertvoll, die unmittelbar und ganz konkret Menschen zu Gute kommt. Aber Zugewandtheit reicht nicht, nicht Solidarität und nicht Mitleid, man muss es auch können, das Helfen.  Pflegerinnen und Pfleger sein, das erfordert Herz und Verstand und handwerkliches Können. Sie wissen das und lernen diesen Beruf mit aller Sorgfalt, in seiner ganzen Vielfalt oder arbeiten bereits in ihm. Danke und Respekt dafür und alle guten Wünsche für Ihren persönlichen Berufsweg und Ihrer Teilnahme am Bundeswettbewerb.

Franz Müntefering “

Herr Dr. Gregor Gysi, Mitglied des Deutschen Bundestages, ehemaliger Fraktionsvorsitzender der Partei „DIE LINKE“  seit 2005, www.linksfraktion.de

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Bundeswettbewerb,

die Lebenserwartung der Menschen in unserem Land steigt erfreulicherweise. Viele können sich eines langen Daseins als Rentnerinnen und Rentner erfreuen. Aber als Begleiterscheinung nehmen im Alter auch die gesundheitlichen Risiken zu, so dass immer mehr Menschen mit zunehmendem Alter betreut werden müssen und der Pflege bedürfen. Zur Pflege älterer und kranker, häufig auch chronisch kranker Menschen bedarf es gut ausgebildeten Fachkräften, den Alten- und Krankenpflegerinnen und -pflegern. Dieser Beruf zeichnet sich durch medizinisches Grundwissen ebenso aus wie eine hohe soziale Kompetenz bei der Betreuung älterer Menschen. Alten- und Krankenpflegerinnen und -pfleger leisten oftmals körperlich schwerste Arbeit und müssen ebenso sensibel auf die zu betreuenden und zu pflegenden Menschen mit ihren Leiden, mit ihren Bedürfnissen und ihren Interessen eingehen, um ihnen ihr Leben so angenehm wie möglich zu machen. Die hohen Anforderungen an diesen Beruf, im wahrsten Sinne des Wortes einer Dienstleistung am Menschen, erfordern auch eine der Qualifikation entsprechende gute Entlohnung. Diese ist nicht überall gewährleistet, weil im Rahmen der Privatisierung viele Alten- und Krankenpflegerinnen und       -pfleger als Leiharbeitskräfte, mitunter auch in Form von Werkverträgen, beschäftigt sind. Hier sollte es endlich eine einheitliche, nach der Qualifikation bemessene bundesweite Vergütung geben.

Ich wünsche, dass die Schülerinnen und Schüler der Alten- und Krankenpflege sich möglichst erfolgreich an diesem Wettbewerb beteiligen und Ihr künftiger Beruf nicht nur die nötige gesellschaftliche, sondern auch angemessene materielle Anerkennung finden wird.

Ihr
Dr. Gregor Gysi

Frau Naomi Feil, Executive Director des Validation Training Institutes (VTI) und Management, www.vfvalidation.com

„It looks like your organization is doing good work to help train nurses to be caring. That is wonderful and we salute you for that.”

Herr Kurt Krömer und Management, Berlin, www.kurtkroemer.de

„Wir finden, dass man gar nicht genug auf den Pflegeberuf hinweisen kann und darauf, wie wichtig es ist, gut ausgebildete und damit hoch qualifizierte Arbeitskräfte zu haben – es ist wichtig, dass öffentlich gemachtes Engagement in jedem Fall mit einer angemessenen Ernsthaftigkeit und Hingabe betrieben werden sollte, damit es  glaubwürdig sein und größtmögliche Wirksamkeit entfalten kann. Ihnen alles Gute.“

Kaya Yanar, Comedian, Köln, www.kaya-yanar.de

„Die Tätigkeiten einer Pflegehilfe sind sowohl psychisch als auch physisch extrem belastend. Außerdem ist die Tätigkeit schlecht bezahlt und genießt trotz der hohen Bedeutung wenig Respekt. Karmapunkte haben die PflegerInnen bestimmt schon gesichert, doch ich hoffe auch, unsere Gesellschaft wird sie besser wertschätzen können. Wir alle enden irgendwann mal in den Händen einer Pflegekraft. Und wenn ich zahnlos, verwirrt und an der Schnabeltasse nuckelnd vor mir herfurze, hoffe ich, dass ich einen liebevollen Engel an meiner Seite habe, der mich pflegt.

Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wünsche ich viel Kraft, Freude und alles Gute für die Zukunft!“

Beste Grüße
Kaya Yanar

Uwe Steimle, (Kabarettist, Sachsen), www.uwesteimle.de

Nichts ist letztlich wichtiger im Leben – unabhängig von allen menschlichen Organisationsformen wie Staaten, Gesellschaften, politischen Gruppierungen – nichts ist wichtiger als die Weise, wie Menschen miteinander umgehen. Und nichts ist bezeichnender als die Weise, auf die man mit Schwachen und Pflegebedürftigen umgeht. Das Menschliche ist die Sache, um die es geht.

Ich wünsche dem Bundeswettbewerb „Bester Schüler in der Alten- und Krankenpflege“ von Herzen weiterhin viel Erfolg. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch künftiger Wettbewerbe drücke ich immer die Daumen, dass sie die gestellten Fragen und Aufgaben beantworten und lösen können.

Uwe Steimle

 

Elisabeth Scharfenberg ehemalige MdB, pflege- und altenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

 Sehr geehrte Auszubildende, liebe Schülerinnen und Schüler der Pflege,

die Pflegebranche als Teil des Gesundheitssektors beschäftigt mehr Menschen als die Auto-, die Elektroindustrie oder der Maschinenbau. In kaum einem Wirtschaftssektor in Deutschland entstehen zudem so viele neue Jobs wie in der Pflege. Die neuesten dazu veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamts zeigen, dass rund 54.200 Jugendliche im Herbst 2010 eine Berufsausbildung in einem Pflegeberuf begonnen haben. Das sind 32 Prozent mehr als noch im Jahr 2000. Diese Zahlen machen deutlich, liebe Auszubildende, Sie befinden sich in bester Gesellschaft. Die Wahl für den Pflegeberuf ist die Wahl für einen Beruf mit Zukunft.  Sie werden gebraucht und das mehr denn je! Sie haben sich entschieden Menschen zu begleiten, zu umsorgen und zu pflegen. Das kann nicht jedeR und das will auch gelernt sein. Deshalb ist es an Ihnen sich weiterzubilden, auf dem neuesten Stand des Wissens zu sein, sich zu vernetzen mit anderen Gesundheitsberufen und die Wichtigkeit Ihres Tuns in die Öffentlichkeit zu tragen.

Unsere Aufgabe als Gesellschaft ist es, Ihnen die Wertschätzung entgegenzubringen, die Sie verdienen und als Politik, Rahmenbedingungen zu setzen, die eine gute Pflege möglich machen. Dafür machen wir Grüne uns stark.

Mit den besten Wünschen für Ihre weitere berufliche Zukunft

Ihre Renate Künast & Elisabeth Scharfenberg

MDS Essen, Geschäftsführer Herr Dr. Peter Pick, www.mds-ev.de       

Professionell Pflegende in der Alten- und Krankenpflege erfüllen eine wichtige und hochanspruchsvolle Aufgabe für die Gesellschaft. Im Motto des Bundeswettbewerbs wird zu Recht hervorgehoben, dass Wertschätzung und Respekt gegenüber den pflegebedürftigen Menschen – neben der entsprechenden Fachkompetenz – für eine gute Pflege unabdingbar sind. In diesem Motto wird deutlich, dass unter Pflege nicht nur die Berücksichtigung der körperlichen Bedürfnisse (somatische Pflege) der Pflegebedürftigen, sondern der Beziehungsaufbau zum Pflegebedürftigen und seinen Angehörigen sowie auch die Beratung eine wichtige Rolle im Alltag beruflich Pflegender spielen.

Eine besondere Herausforderung stellt die zunehmende Zahl von Menschen mit Demenzerkrankungen dar, die einer besonderen Betreuung und Pflege bedürften, weil sie zum Beispiel herausforderndes Verhalten zeigen bzw. ihre Bedürfnisse nicht mehr verbal äußern können. Professionell Pflegende benötigen zur Bewältigung dieser komplexen Aufgabe eine hohe fachliche und soziale Kompetenz, die nur erhalten werden kann, wenn auch ausreichend Zeit für die Reflexion der eigenen Tätigkeit und von schwierigen Situationen im Pflegealltag besteht. Dies sind wichtige Aspekte, die auch schon in der Ausbildung berücksichtigt werden müssen, damit Pflegende lange in ihrem Beruf tätig sein können.

Nicht nur die Pflegebedürftigen, sondern auch die beruflich Pflegenden verdienen Wertschätzung, Respekt und Anerkennung. Die gesamtgesellschaftliche Diskussion sollte dies viel stärker zum Ausdruck bringen.

In diesem Sinne wünsche ich allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Erfolg in diesem Wettbewerb und in ihrem weiteren Berufsleben.

Dr. Peter Pick

Prof. Dr. Angelika Zegelin, Department Pflegewissenschaft, Universität Witten/Herdecke, Verfasserin des Buches „Festgenagelt sein“ Der Prozess des Bettlägerigwerdens“ Fachbeiratsvorsitzende der „Stiftung Pflege“

Hallo liebe künftige Berufspflegende,

1966 habe ich in der Pflege angefangen – als Vorschülerin, 1969 habe ich dann die Ausbildung begonnen, insgesamt ist das 46 Jahre her ! Ich halte den Pflegeberuf für einen der spannendsten Berufe überhaupt, er bietet so viele Möglichkeiten und ist absolut zukunftssicher. Pflege wird immer gebraucht, weltweit und in Zukunft steigt bei uns der Bedarf. Jeder Mensch kann Pflege nötig haben, Alte und Jüngere, reiche und arme Menschen, alle Kulturen, alle Hautfarben. Priorität hat dabei, Menschen wieder zur Selbstpflege zu befähigen, wir alle wollen unabhängig sein uns weiter entwickeln.

In den Zeiten, wo dies nicht geht, übernehmen Pflegende stellvertretend Alltagshandeln für kranke Menschen. Um das Wichtige bei jedem Individuum herauszufiltern, bedarf es eines besonderen  Gespürs und einer hohen Fachkompetenz mit psychologischem und auch krankheitsorientiertem Wissen – genau dies macht die Professionalität aus….es geht  n i  c h t  um einzelne Tätigkeiten. Es geht um Fachwissen und Beziehung um konkret diesen Menschen wieder zu locken, selbstständig zu werden. Pflegearbeit braucht sowohl Alltagskönnen, als auch medizinisches und psychologisches Wissen, soziale und spirituelle Dimensionen. Leider wird Pflege ganz anders wahrgenommen, nämlich als banale Handlung, die eigentlich jeder Mensch ohne Ausbildung weitergeben kann.

Verrichtungen sollen in 08/15 Manier bei allen Pflegebedürftigen gleich vollzogen werden. Dies ist absolut falsch – damit würden wir Autonomie und Würde untergraben, Menschen töten ! Unsere Professionalität liegt nicht in Tätigkeiten, sondern in der Einstellung auf den jeweiligen Menschen. Es liegt auch an uns, dass Pflege nur als Trivialität gesehen wird – viele Pflegende sind nicht in der Lage, ihre Arbeit als kompetent darzustellen. Der Unterschied zwischen Angelernten und Ausgebildeten wird zuwenig deutlich gemacht, hier liegt eine wichtige Aufgabe.

Sprechen  Sie über Ihre Arbeit, geben Sie Beispiele….nur so wird deutlich, dass Pflege eine hochwertige und notwendige gesellschaftliche Aufgabe ist.

Prof. Angelika Zegelin     www.uni-wh.de/pflege;  www.angelika-zegelin.de

Günter Grünwald, Kabarettist, Bayern, www.guenter-gruenwald.de

Gerne beteilige ich mich mit einem Grußwort:

Ich möchte ihnen eine kleine Geschichte erzählen. “Im Alter von ca. 4 Jahren bekam ich vom Christkind (damals glaubte ich noch an das Christkind, erst später erfuhr ich, dass die Geschenke der Weihnachtsmann bringt) einen kleinen Goldhamster den ich sehr liebte und solange an mich drückte bis er sich nicht mehr bewegte und fast keine Luft mehr bekam, mit anderen Worten, er war tot.“

Diese Geschichte hat zwar überhaupt nichts mit dem Beruf der Pflegekraft zu tun, aber die Menschen, die  diesen Beruf ergreifen, haben meinen größten Respekt und ich möchte diesen Menschen zurufen: Hut ab.

Ihr Günter Grünwald

 

Grußwort  der Fachgesellschaft Initiative Chronische Wunden (ICW e.V.)

Die Fachgesellschaft ICW e.V. begrüßt den Bundeswettbewerb! Qualität in der Pflege kann gar nicht groß genug geschrieben werden.

Der demographische Wandel als Herausforderung   für innovative   Ideen gerade aus dem Kreis der Berufsnachrücker. Wir  freuen uns sehr, dass Sie sich für einen Beruf in der Pflege entschieden haben und wünschen Ihnen neben beruflicher Erfüllung auch die angemessene gesellschaftliche und politische Anerkennung für Ihre künftige Tätigkeit!

Die  Initiative Chronische Wunden   (ICW e.V ) engagiert sich für die Verbesserung der Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden. Auch dafür brauchen wir den Nachwuchs!

Wir wünschen, dass die Schülerinnen und Schüler der Alten- und Krankenpflege sich möglichst erfolgreich an diesem Wettbewerb beteiligen.  Dieses Engagement kann dabei  helfen, den Pflegeberuf aufzuwerten.  Unsere Wünsche zum Erfolg verbinden wir mit einem Dank an die Organisatoren.

i.A. des Vorstandes der ICW e.V.

Madeleine Gerber www.icwunden.de

Prof. Peter König, Lehrstuhl für Pflegewissenschaft an der Hochschule Furtwangen, Bereich angewandte Gesundheitswissenschaften

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Bundeswettbewerbs,

ich habe 1980 meine Ausbildung begonnen und war damals geschockt vom menschlichen Leid, das mir vorher so nicht begegnet war und auch geschockt von manchen Zuständen in Einrichtungen des Gesundheitswesens. Und heute? Ist alles bei Alten geblieben? Mancherorts scheint die Zeit zwar stillzustehen, aber ich sehe viele Leuchttürme, unter denen sich wirklich bemerkenswerte Dinge abspielen.

Heute habe ich einen Wohnbereich für Menschen mit Demenz besucht, in dem mir so viel Wärme und Freude begegnet ist, dass ich mir dachte: Wenn ich einmal Demenz haben sollte, dann könnte ich mir gut vorstellen, hier zu leben. An was liegt das?

Das liegt daran, dass dort Pflegedienstleiter und Heimleiter dafür gekämpft haben, dass Häuser so gebaut werden, dass sie für die Bewohner gemacht sind und nicht für die Betreiber. Und das liegt daran, dass dort Menschen arbeiten, die überzeugt sind von der Bedeutung der Menschenwürde verbunden mit einem großen Maß an Autonomie und Selbstbestimmung und daran, dass dort Pflegende arbeiten, die aus ganzem Herzen und mit voller Überzeugung pflegebedürftige Menschen betreuen. Ich wünsche Ihnen viel Mut und Erfolg bei Streben nach einer guten Pflege!

Prof. Peter König  www.furtwangen-university.de

Schwester Liliane Juchli, Kloster Ingenbohl, Schweiz

Ich möchte Sie bitten, den Schülerinnen und Schülern  meine guten Wünsche zu übermitteln, dass ich Ihnen Mut machen möchte auf Ihrem Weg, denn es ist ein spannender Beruf, auf den sie sich vorbereiten. Was ich ihnen vor allem mitgeben möchte ist „die Freude am Beruf nicht zu verlieren“  Dazu ein Wort aus meinem Referat „erlebte Pflegegeschichte“:

Spanne deinen Wagen an einen Stern (Leonarda da Vinci)  denn, es kehrt nicht um und bleibt nicht stehen wer sich an einen Stern gebunden weiss. Der Stern für uns? Einer dieser Sterne auf den ich Sie besonders hinweisen  möchte, ist der Berufsstolz und die Berufsfreude. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg im Beruf und im Leben.

Sr. Liliane Juchli

Grußwort  des Oberbürgermeisters der Stadt Leipzig

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Wettbewerb „Bester Schüler in der Alten- und Krankenpflege“,

es ist ein wichtiges Anliegen des ausgeschriebenen Preises, nicht nur auf die Alten- und Krankenpflege als anspruchsvolle berufliche Tätigkeit hinzuweisen, sondern deren wachsende Bedeutung auch in der Öffentlichkeit zu thematisieren. Noch fehlt diesen Berufen oftmals die ihnen gebührende Reputation, wird allzu häufig verdrängt, dass eine höhere Lebenserwartung und der Erhalt von Lebensqualität im Alter höchste Herausforderungen an Ausbildung, Qualifikation, physische und psychische Belastbarkeit insbesondere von Menschen am Anfang ihres Berufslebens stellen.

Eine bundesweit ausgeschriebene Ehrung ist deshalb gut geeignet, auf die Notwendigkeit und den gesellschaftlichen Rang einer so liebevollen wie qualifizierten Betreuung von Menschen im fortgeschrittenen Alter hinzuweisen. Aus diesem Grund unterstütze ich gern den Bundeswettbewerb.

Ihr Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig

 

OB Dr. Lutz Trümper, www.magdeburg.de

Grußwort zum Bundeswettbewerb „Bester Schüler in der Alten- und Krankenpflege“

Liebe Schülerinnen und Schüler,

mit Ihrer Ausbildung in der Alten- und Krankenpflege haben Sie sich für einen zukunftssicheren und anspruchsvollen Beruf entschieden. In kaum einer anderen Branche ist qualifiziertes Personal so elementar wie in der Pflege. Sie arbeiten mit Menschen, helfen den Alten und Kranken, die sich nicht mehr selbst versorgen können. Auf Ihrem Berufsweg werden Sie noch vielen Menschen einen würdigen Lebensabend bescheren und dabei sicher auch an Ihre eigenen Grenzen stoßen.

Ihnen und Ihrer Arbeit gilt mein größter Respekt, denn freilich hätten Sie sich auch einen weitaus weniger verantwortungsvollen Beruf aussuchen können. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels, vor allem in der Pflege, freuen wir uns über jeden einzelnen, der sich für einen Pflegeberuf entscheidet und damit vielen Pflegebedürftigen das Leben erleichtert. Sie alle haben sich einen Beruf mit Zukunftsperspektive ausgesucht, der gar nicht hoch genug geschätzt werden kann.

Ich unterstütze den Bundeswettbewerb „Bester Schüler in der Alten- und Krankenpflege“, da die Pflegeberufe stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden müssen und viel mehr Anerkennung verdienen!

Für den Wettbewerb wünsche ich allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Erfolg und für den weiteren beruflichen Werdegang viel Schaffenskraft und alles Gute!

Dr. Lutz Trümper
Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Magdeburg

 

Grußwort vom Oberbürgermeister Melf Grantz an die Teilnehmer und Teilnehmerinnen am Bundeswettbewerb „Bester Schüler in der Alten- und Krankenpflege“

Menschlichkeit – dieser Begriff wird im Bereich der Alten- und Krankenpflege ganz groß geschrieben. Hilfe zu geben und Hilfe anzunehmen ist unverzichtbar in der heutigen Gesellschaft. Aus diesem Grund muss der Pflegeberuf in der Öffentlichkeit anerkannt und wertgeschätzt werden. Bedürftige Menschen medizinisch zu versorgen, erfordert Fachkompetenz und Veranwortung. Ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen ist nötig, um die Sorgen und Ängste der Patienten zu verstehen. Neben der Versorgung, sind viele Aufgaben der Organisation und Dokumentation zu bewältigen. So bringt der Pflegeberuf einen hohen Stressfaktor mit sich und erfordert belastungsfähiges medizinisches Personal. Freude und Trauer liegen in der Pflege nah beieinander. Ein Abschied trifft jeden. Durch diese Erfahrungen lernt man die Gesundheit als wertvolles Gut zu schätzen.
Das Engagement junger Menschen, die in den Beruf einsteigen, ist beeindruckend und muss ausreichend gefördert werden. Menschen ein Gefühl der Geborgenheit zu geben, wenn sie am schwächsten Punkt ihres Lebens stehen, erfordert Mut und verdient Respekt.  Pflegeberufe sind unverzichtbar und wertvoll für unsere Bevölkerung. Deswegen unterstütze ich gerne den Deutschen Bundeswettbewerb „Bester Schüler in der Alten- und Krankenpflege“. In diesem Sinne, wünsche ich allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Erfolg und alles Gute für die Zukunft.

Melf Grantz
Oberbürgermeister der Stadt Bremerhaven (www.bremerhaven.de )

Grußwort des Leiters der Akademie für Wundversorgung, Göttingen

Ich freue mich sehr, dass ich für den Bundeswettbewerb „Bester Schüler in der Kranken- und Altenpflege“ Ihnen meine herzlichen Grüße und die besten Wünsche auf diesem Wege übermitteln darf. Gemäß dem Motto: „No Nurses – no Future!“ „Ohne Pflege keine Zukunft!“ soll auch in diesem Wettbewerb die wichtige Rolle der Pflege in der Gesellschaft gehoben und verdeutlicht werden. Vor allem die Schülerinnen und Schüler sind diejenigen, die in Zukunft die Rolle der Pflege gestalten sollen und müssen. Und das ist wichtiger denn je.

Wir erleben heute einerseits eine High Tech Medizin, in der durch modernste Methoden, Apparate und Techniken fast alles möglich erscheint. Auf der anderen Seite erleben wir, dass  das menschliche immer mehr scheinbar auf der Strecke bleibt. Leider haben die Pflegeberufe in den letzten Jahren nicht immer an den wichtigen Stellen ihre Position innerhalb des Gesundheitswesens verdeutlichen können. Dies führte zu Personalabbau und auch Statusverlusten. Welche Position nimmt Pflege heute im Gesundheitswesen ein?

Vielfach geht man vom „Hilfsberuf“ aus, der die medizinische Versorgung zum Beispiel im Krankenhaus unterstützt. Ist das Alles? Nein, bei weitem nicht. Vor allem in der Versorgung von chronisch Kranken wird immer deutlicher: Die rein medizinisch-somatische Betreuung reicht nicht, führt auf Dauer zu keinem Erfolg: Ein 49-jähriger Mann hat seit 22 Jahren ein Ulcus Cruris, ein offenes Bein. Medizinisch wird eine Durchblutungsstörung diagnostiziert, eine chronisch venöse Insuffizienz. Es wird eine lokale Wundtherapie angeordnet und ein Kompressionsverband. Doch wie sieht die Praxis aus? Der Mann leidet unter der massiven Exsudation: „Die Suppe läuft mir in die Schuhe!“. Er meidet soziale Kontakte, er kann nur noch eingeschränkt laufen, den Kompressionsverband wickelt er nach kurzer Zeit wieder ab, weil er es nicht ertragen kann und zudem nicht versteht, warum Druck auf seiner Wunde gut sein soll. Ein Fall von vielen. Daran wird deutlich, dass Pflege den Menschen mit einer chronischen Wunde sieht und vor allem in seinem Alltag abholt. In vielen europäischen Ländern wird deutlich: Ohne Pflege wird ein offenes Bein meist nicht heilen und die beste Medizin auf der Strecke bleiben.

Auch bei uns in Deutschland muss man zukünftig die Wichtigkeit der Pflegeberufe klarer herausstellen und vor allem die Rahmenbedingungen verbessern. Vor diesem Hintergrund freue ich mich sehr über den richtigen Weg der Schülerinitiative „Bester Schüler“. Denn Sie, liebe Schülerinnen und Schüler sind nicht nur die Zukunft, sondern auch diejenigen, die die Pflege gestalten müssen und sollen. Dazu kann dieser Wettbewerb einen sehr wichtigen Beitrag leisten. Ich wünsche mir, dass Sie Ihre Kompetenzen im Wettbewerb einsetzen und daran teilnehmen, um die Pflege mitzugestalten!

Gerhard Schröder, Leiter der Akademie, www.akademie-fuer-wundversorgung.de

Frauke Heiligenstadt, ehemalige Kultusministerin des Bundeslandes Niedersachsen, www.mk.niedersachsen.de

Aufgrund der demografischen Entwicklung und des absehbaren Bedarfs an Fachkräften haben wir ein besonderes Interesse an der Ausbildung und Nachwuchsgewinnung in den Pflegefachberufen. Es ist unser Ziel, allen an einer Tätigkeit in der Pflege interessierten und dafür geeigneten Menschen einen Weg in diese Berufe zu ebnen, berufliche Perspektiven zu ermöglichen und einen Verbleib im Berufsfeld zu sichern. Allen Schülerinnen und Schülern, die sich am Bundeswettbewerb beteiligen, wünsche ich viel Erfolg. Es gehört jedoch zum Wesen eines Bundeswettbewerbs, dass am Ende nicht alle auf dem Podest stehen werden. Dies wertet zweifellos die einzelne Leistung nicht ab! Wichtiger als der Erfolg ist die Teilnahme am Wettbewerb, denn bereits die Vorbereitung stärkt insgesamt die eigene Ausbildung. Daher freue ich mich sehr über die Teilnahme auch der niedersächsischen Schulen. Dem Bundeswettbewerb wünsche ich einen guten Verlauf. Für die Ausbildung wünsche ich den Schülerinnen und Schülern weiterhin viel Erfolg und für die künftige anspruchsvolle Tätigkeit in der Pflege viel Engagement und Kraft, aber auch Freude an dieser wichtigen und unverzichtbaren Arbeit mit pflegebedürftigen Menschen.

Frauke Heiligenstadt

Der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, www.baden-wuerttemberg.de

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Bundeswettbewerbs,

eine älter werdende Gesellschaft braucht kompetente und einfühlsame Pflegekräfte in der Alten- und Krankenpflege. Menschen, die mit Kompetenz und Einfühlungsvermögen hilfsbedürftigen Mitmenschen zur Seite stehen und ihnen das Leben trotz ihrer Einschränkungen lebenswert machen. Menschen, die sich nicht nur durch Empathie, Verantwortung und Fürsorge für andere auszeichnen, sondern auch durch gesunden Menschenverstand und fundierte theoretische Pflegekenntnisse. Menschen, die eine qualitativ hochwertige Ausbildung in der Alten- und Krankenpflege durchlaufen und für die der Dienst an ihren Mitmenschen zur Lebensaufgabe geworden ist.

Die Beschäftigten in der Alten- und Krankenpflege sind bereits heute auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt. Diese Nachfrage wird in den kommenden Jahren und Jahrzehnten durch den demografischen Wandel weiter zunehmen. Der Fachkräftemangel im Pflegebereich macht sich bei uns in Baden-Württemberg bereits bemerkbar: In unserem Land fehlen schon jetzt rund 5.000 Pflegefachkräfte, qualifiziertes Personal wird händeringend gesucht. Vor diesem Hintergrund ist es eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die Rahmenbedingungen der Pflege weiter zu verbessern und dadurch auch mehr junge Menschen für Pflegeberufe zu gewinnen.

Der Bundeswettbewerb „Bester Schüler in der Alten- und Krankenpflege“ leistet einen wichtigen Beitrag dazu, dass den Pflegeberufen die ihnen gebührende Aufmerksamkeit und Wertschätzung zukommt und dass ein Bewusstsein dafür geschaffen wird, wie wichtig eine fundierte Ausbildung in der Alten- und Krankenpflege ist.

Dem Bundeswettbewerb „Bester Schüler in der Alten- und Krankenpflege“ wünsche ich einen erfolgreichen Verlauf und große Resonanz sowie allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Erfolg.

Winfried Kretschmann, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg

Deutscher Evangelischer Verband für Altenarbeit und Pflege e.V. (DEVAP), www.devap.info

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Bundeswettbewerbs,

 im Namen des DEVAP möchte ich Ihnen die besten Wünsche für Ihre erfolgreiche Teilnahme am diesjährigen Bundeswettbewerb ausrichten. Zugleich möchte ich Ihnen danken. Denn Sie, liebe Schülerinnen und Schüler, sind so wichtig für die Zukunft der Pflege.

Sie sind die Zukunft der Pflege! Ich danke Ihnen dafür, dass Sie sich für diesen sehr komplexen Beruf entschieden haben, der auch immer eine Berufung ist. Ein Beruf mit hohen Anforderungen, sowohl an Ihre medizinischen, pflegerischen und psychologischen aber auch an Ihre sozialen Kompetenzen. Am Ende Ihrer Ausbildung werden Sie selbstständig aber auch im Zusammenwirken mit anderen Berufsgruppen arbeiten können. Sie werden den Alltag eines Menschen ebenso planen können, wie seine medizinisch-pflegerischen Maßnahmen, können biografisch arbeiten oder validieren, Sie können vorbeugen und nachsorgen und Sie werden sterbende Menschen und ihre Angehörigen begleiten. Sie werden sich mit immer wieder neuen wissenschaftlichen Pflegekonzepten auseinandersetzen und zugleich Ansprechpartner für die Betroffenen und ihre Angehörigen, enger Vertrauter und Unterstützer sein. Gute Pflege und Betreuung bedeuten ganzheitliches und professionelles Handeln, Menschenwürde, Zuwendung, Aufmerksamkeit und Begleitung. Die Zukunft der Pflege liegt in Ihren Händen, liebe Schülerinnen und Schüler! Danke, dass Sie einen so wertvollen Beitrag dazu leisten! Zugleich geht mein Dank auch an Sie, liebe Veranstalter und Unterstützer des Bundeswettbewerbs. Sie tragen so nicht nur das große Engagement der Pflegeschülerinnen und -schüler in die breite Öffentlichkeit, sondern Sie machen deutlich, dass Pflege in Deutschland eben bei Weitem nicht so schlecht ist, wie es leider immer wieder in den Medien dargestellt wird. Gute und würdevolle Pflege ist ein Menschenrecht! Deshalb unterstützt der DEVAP den Bundeswettbewerb „Bester Schüler in der Alten- und Krankenpflege“ aus voller Überzeugung.

Renate Gamp, Vorsitzende des Deutschen Evangelischen Verbands für Altenarbeit und Pflege e.V.

Paul Hartmann AG, Leiter Hartmann Deutschland, Herr Steven Anderson, www.hartmann.de

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Bundeswettbewerbs,

herzlichen Glückwunsch zu Ihrer außergewöhnlichen und wichtigen Initiative.  Wir alle wünschen uns eine hohe Qualität in der Betreuung pflegebedürftiger Menschen. Dieses Ziel kann nur im ständigen Dialog mit allen Beteiligten erreicht werden. Im Mittelpunkt aller pflegerischen Berufe steht das Wohl des Menschen und wir alle benötigen engagierte Pflegekräfte die sich diesem Ziel verschrieben haben. Es ist ein ganz wichtiger Beitrag für das Funktionieren unserer Gesellschaft, der nicht hoch genug eingeschätzt werden kann und dessen Bedeutung weiter stark steigen wird.

Ihr Vorhaben, die Aus-und Fortbildung im Bereich Alten-und Krankenpflege ganzheitlich zu fördern wird spürbare Impulse setzen und für viel Aufmerksamkeit sorgen. Ich wünsche Ihnen von Herzen viel Erfolg bei Ihrem Vorhaben und eine breite Unterstützung.

Beste Grüße

Steven Anderson

Erwin Sellering, ehemaliger Ministerpräsident des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, www.mecklenburg-vorpommern.de

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs,

Sie alle haben sich für einen ganz wichtigen Beruf entschieden. Einen Beruf, der in unserer Gesellschaft zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die Menschen in unserem Land werden immer älter. Viele sind auf eine gute medizinische Betreuung angewiesen. Die Alten- und Krankenpflege ist eine sehr anspruchsvolle Tätigkeit. Kranken und alten Menschen zu helfen und sie oft rund um die Uhr zu betreuen – das verlangt von den Krankenpflegerinnen und Krankenpflegern viel. Gutes medizinisches Fachwissen gehört dazu, oft schwere körperliche Arbeit und in großem Maße Sozialkompetenz, Mitmenschlichkeit und Wärme.

Ihre Teilnahme am Wettbewerb zeigt, dass Sie ganz und gar mit Herzblut und Verstand dabei sind. Darauf können Sie stolz sein, denn Sie leisten für die Gemeinschaft einen wertvollen Dienst.

Ich wünsche Ihnen für den Wettbewerb viel Erfolg!

Ich danke dem „Verein zur Förderung pflegerischer Qualität e.V.“, der diesen Wettbewerb organisiert und den Schulen und Lehrerinnen und Lehrern für ihr Engagement. Sie sorgen alle mit dafür, dass Pflegeberufe in unserer Gesellschaft mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung erhalten.

 

Erwin Sellering, Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern

 

Generalstabsarzt Dr. Michael Tempel, www.bmvg.de

Stellvertreter des Inspekteurs des Sanitätsdienstes der Bundeswehr und Kommandeur Gesundheitseinrichtungen.

Sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Bundeswettbewerbs „Bester Schüler in der Alten-und Krankenpflege“,

ich beglückwünsche Sie  zur Auswahl Ihres spannenden und verantwortungsvollen Berufsfeldes, das für unser Gesundheitssystem und unsere Gesellschaft einen wesentlichen Beitrag leistet und zunehmend die Aufmerksamkeit und Wertschätzung erhält, die es verdient.

Dieser Wettbewerb soll und wird dazu beitragen, sich im Vergleich mit anderen zu messen, vor Allem aber im Team und im gemeinsamen Austausch mit allen beteiligten Berufsgruppen das Beste für das Wohl unserer Patienten zu ermöglichen.

Ob Sie Ihre Aufgaben später in Gesundheitseinrichtungen in Deutschland oder aber an anderen spannenden Orten, wie z.B. im Sanitätsdienst der Bundeswehr weltweit zu Land oder auf See oder in einem Bundeswehrkrankenhaus wahrnehmen, obliegt Ihrer Entscheidung, sicher ist aber, dass Sie auf der Basis dessen, was sie jetzt gelernt haben, sehr viele weitere spezielle Erfahrungen machen und mit diesen Erfahrungen die Pflege im Ganzen prägen und weiterentwickeln werden.

Die Maxime des Sanitätsdienstes der Bundeswehr ist, den Soldatinnen und Soldaten eine Versorgung zukommen zu lassen, die im Ergebnis dem fachlichen Standard in Deutschland entspricht – eine qualitativ hochwertige und kompetente Krankenpflege stellt hierfür eine wichtige Grundlage dar. Es ist mir daher sehr wichtig, dass wir uns mit unseren Soldatinnen und Soldaten – auch durch Teilnahme an solchen Wettbewerben – stets dem Leistungsvergleich mit unseren zivilen Partnern stellen. Wir haben viele junge Menschen in unseren Reihen, die die Chance genutzt haben, Ihre Ausbildung schon im Status einer Soldatin oder eines Soldaten zu absolvieren und ich bin froh, dass auch sie regelmäßig an diesem Wettbewerb teilnehmen.

Dieser Wettbewerb gibt Ihnen, liebe Schülerinnen und Schüler, die Möglichkeit Ihrer Expertise, Ihrer Qualifikation und Ihrem Engagement Ausdruck zu verleihen, um weiterhin die Gesundheit der uns anvertrauten Patienten zu schützen, die Qualität zu sichern und damit Vertrauen zu schaffen.

Für die vor Ihnen liegende Zukunft wünsche ich Ihnen viel Freude und viele aufregende Herausforderungen in Ihrem faszinierenden Beruf.

Dem Verein zur Förderung pflegerischer Qualität danke ich für das Engagement und die Möglichkeit der Teilnahme unserer Soldatinnen und Soldaten am Bundeswettbewerb „Bester Schüler in der Alten- und Krankenpflege 2015“ und beglückwünsche Sie zum 5jährigen Jubiläum.

M. Tempel, Generalstabsarzt

Grußwort des DBVA, www.dbva.de

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

es freut uns sehr, dass Sie nicht nur einen sehr schönen Beruf gewählt haben, sondern auch die Ausbildung mit einem hohen Engagement und somit einem hervorragenden Ergebnis durchlaufen haben. Für Ihre berufliche Zukunft wünschen wir Ihnen weiterhin viel Freude, Engagement und Gelassenheit. In der Hoffnung, dass auch ein berufspolitisches Engagement Sie leiten wird, verbleibe ich mit den besten Wünschen.

Christina Kaleve, Bundesvorsitzende des Deutschen Berufsverbandes für Altenpflege e.V.

Deutscher Caritasverband e.V., www.caritas.de

Sehr geehrte Damen und Herren,

zunächst muss ich gestehen, dass ich nicht wusste, dass es überhaupt einen Bundeswettbewerb „Bester Schüler in der Alten- und Krankenpflege“ des Vereins zur Förderung der pflegerischen Qualität e.V. gibt. Ihre Einladung hat mir gezeigt, dass ich da eine kaum entschuldbare Wissenslücke habe. Das hat mich dann auch veranlasst, gerne in Vertretung des Präsidenten des Deutschen Caritasverbandes Herrn Prälat Dr. Neher zu Ihnen zu kommen und ein Grußwort zu sprechen. Ich will mit dem Grußwort die Gelegenheit nutzen, um auf einen besonderen Aspekt der Pflege und der Ausbildung aufmerksam machen: In der pflegewissenschaftlichen Debatte der vergangenen Jahre wurde Pflegebedürftigkeit als die Beeinträchtigung der Selbständigkeit eines Menschen definiert. Menschen mit Pflegebedarf sind angewiesen auf personelle Hilfe aufgrund eines Mangels eigener personaler Ressourcen. In der Diskussion um einen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und eines dafür angemessenen Assessments wurde der Maßstab zur Einschätzung von Pflegebedürftigkeit nicht an der erforderlichen Pflegezeit orientiert, sondern am Grad der Selbständigkeit bei der Durchführung von Aktivitäten und der Gestaltung von Lebensbereichen. Der Deutsche Caritasverband hat in der gleichen Zeit eine grundlegende Position zur Sicherung der selbstbestimmten Teilhabe und der Wahlrechte von unterstützungsbedürftigen Menschen diskutiert. Von 2009 bis 2011 wurde z.B. in einer Initiative diese Position für bestimmte Zielgruppen exemplarisch umgesetzt. Die Idee der selbstbestimmten Teilhabe begründet sich für die Caritas aus der Würde des Menschen. Denn der Mensch ist ein autonomes Wesen, das zur Selbstbestimmung fähig ist und durch Gott zur Freiheit und Verantwortung berufen wurde. Selbst bestimmte Teilhabe bedeutet, dass jeder Mensch das Recht hat, unter Wahrung der Rechte anderer an den politischen, wirtschaftlichen,kulturellen und sozialen Ressourcen und Prozessen einer Gesellschaft teilzuhaben oder diese mitzugestalten und mitzubestimmen. Menschen mit einem Unterstützungsbedarf sind darum zuerst Bürgerinnen und Bürger eines Staates und nicht Fürsorgeempfänger. Besonders pflegebedürftige oder schwer kranke Menschen und Menschen im Sterbeprozess sind abhängig von der personalen Zuwendung anderer. Dennoch setzen ihre noch so eingeschränkten Möglichkeiten ihren Status als Menschen, denen das Recht auf selbstbestimmte Teilhabe zuschreiben, nicht außer Kraft.

Die Qualifizierung aller Mitarbeitenden in den verschiedenen Arbeitsfeldern der Caritas – ob sie im formellen Berufssystem oder im formellen oder informellen nicht-beruflichen System verortet sind – hat sich ebenfalls an diesem Bild der selbstbestimmten Teilhabe zu orientieren. Selbstbestimmte Teilhabe gilt für alle Menschen ohne Ausnahme. Darum sind Personalpolitik, Bildungs-, Qualifizierungs- und Arbeitsverhältnisse nicht nur unter funktionalen, ökonomisch-instrumentellen Gesichtspunkten zu gestalten. Mitarbeitende und Menschen, die sich für eine Tätigkeit qualifizieren, sind in Organisations-, Arbeits-, Bildungs- und Qualifizierungsprozesse einzubeziehen. Eine weitere unausweichliche Entwicklung beeinflusst besonders die Tätigkeitsfelder der Pflege und wirkt sich entscheidend auf die berufliche Bildung aus: Der Veränderungsdruck auf die soziale und gesundheitsbezogene Tätigkeiten und Angebote hat in nur wenigen Jahren mehr zugenommen, als man zu Beginn dieses Jahrzehnts schon angekündigt hat. Effizienzsteigerung, wissenschaftlich oder fachliche begründete Veränderungsanforderungen, Veränderung der „Marktbedingungen“ und die Auswirkungen der Bevölkerungsentwicklung zwingen zur Neuorganisation der Aufgaben- oder Tätigkeitsfeldern und Arbeitsplätzen. Schließlich fordern die bildungspolitischen Initiativen auf europäischer Ebene und die Vorlage eines Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) zu einer Richtungsentscheidung auf: Alle Akteure des Bildungs- und Berufssystems einschließlich der Leistungsträger (wie z.B. die Kranken- und Pflegekassen) sollten die Chance ergreifen, das gar nicht mehr so neue Konzept (Orientierung an Kompetenzprofilen, lebenslanges Lernens, Orientierung am Lernergebnis, Möglichkeit des Lernort unabhängigen Lernen, Durchlässigkeit, Vergleichbarkeit usw.) als Innovationsschub viel stärker mitzugestalten.

Eine innovative Ausbildungspolitik ist daran zu erkennen, dass die wesentlichen Themen auf einer anderen Ebene als bisher zu diskutieren sind. Diskussionen darüber, ob Pflegeberufe auf akademischem Niveau auszubilden sind, ob die Ausbildung generalistisch oder integriert zu organisieren ist, ob z.B. die Tätigkeiten in Krankenhaus neu zwischen den beiden Berufsgruppen Arzt und Pflege zu verteilen sind, sind dann nicht allein bildungspolitische Diskussionen mehr. Die Praxis muss mitentscheiden, wie sie es haben will – und Praxis heißt zuerst die betroffenen Bürgerinnen und Bürger selbst. Dann müssen die Leistungserbringer gefragt werden, wie sie die Lebenswelt mit und für die Klienten organisieren wollen. Die Bildungspolitik muss darauf reagieren, dass hauptsächlich das erforderliche Kompetenzprofil für eine bestimmte Tätigkeit zählt. Wie das aussehen könnte, haben wir im Deutschen Caritasverband in einer Empfehlung mit dem Titel vorschlagen: Heute Berufe – morgen Kompetenzen?! Chancen und Herausforderungen des lebenslangen Lernens. Vielleicht haben meine kurzen Ausführungen Sie neugierig gemacht. Sie finden die Empfehlungen und Antworten auf viele Fragen dazu unter der Internet-Adressen:

http://www.caritas.de/fuerprofis/fachthemen/caritas/lebenslanges_lernen/273140

Ich hoffe in dem Verein zur Förderung pflegerischer Qualität e.V. für diese Ideen einen Verbündeten gefunden zu haben. Noch mehr hoffe ich, dass den Juroreninnen und Juroren die Entscheidung sehr, sehr schwer fällt, wer die beste Schülerin oder der beste Schüler ist, weil alle, die sich beteiligen, zu den Besten gehören.

Dr. Franz Fink, Deutscher Caritasverband e.V., www.caritas.de

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Bundeswettbewerb,

es ist gut, dass Sie sich für eine Ausbildung in der Pflege entschieden haben. Wir brauchen solide ausgebildete Fachkräfte für diesen wichtigen Beruf. Als Pflegerin und Pfleger tragen dazu bei, die hohe Qualität der Versorgung im Krankenhaus, im Pflegeheim oder ambulant Zuhause notfalls auch an 24 Stunden pro Tag und 365 Tagen im Jahr für die gesamte Gesellschaft sicherzustellen.

Über die erforderlichen Fachkenntnisse hinaus müssen Sie auch Einfühlungsvermögen für die Bedürfnisse und Wünsche kranker und pflegebedürftiger Menschen mitbringen. Dass Sie so manches Mal nach Dienstschluss mit Sorgen oder Trauer um die Menschen, die sie umsorgt haben, nach Hause gehen, ist mir bewusst. Andererseits gibt es sicher auch viele erfüllende Momente. Vor Ihrer Tätigkeit habe ich großen Respekt.

Gute Arbeitsbedingungen sind die Grundlage für Ihren Beruf. Durch die Mitbestimmung von Betriebs- oder Personalräten können die Arbeitsbedingungen an wichtigen Punkten mitgestaltet werden. So sorgen Vertreterinnen und Vertreter der Beschäftigten dafür, dass beispielsweise Dienstpläne verlässliche Arbeitszeiten regeln, dass Pausenzeiten eingehalten werden, dass betrieblicher Gesundheitsschutz körperliche und seelische Berufskrankheiten abwehrt, dass neben der Arbeit noch Zeit für Familie und Freunde bleibt und, dass nicht zuletzt, auch fair bezahlt wird. ver.di-Mitglieder, die in Betrieben arbeiten, wo ein Tarifvertrag mit uns besteht, verdienen übrigens im Schnitt 24 Prozent mehr. Das ist viel Geld, das Sie in Gemeinschaft mit den Kolleginnen und Kollegen auch einfordern sollten.

Gemeinsam können wir mit einer großen und starken Gewerkschaft viel erreichen. Insbesondere dort, wo wir über die Betriebe hinaus politischen Druck erzeugen müssen, um beispielsweise grundlegende gesetzliche Strukturen zu ändern oder um Lohnerhöhungen zu erreichen. Im Gesundheitswesen setzt sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) gegenüber der Bundesregierung für eine deutlich bessere und bundeseinheitliche Personalbemessung in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ein. Wir fordern eine bessere und gerechtere Finanzierung der Kranken- und Pflegeversicherung. Und wir wollen, dass sich die Arbeitsbedingungen grundlegend verbessern und dass der Pflegeberuf die Anerkennung erhält, die ihm zusteht. Durchaus mit Erfolg: So konnten wir zum Beispiel kürzlich in Niedersachsen erreichen, dass in der Altenpflege für die insgesamt 105.000 Beschäftigten ein verbindlicher einheitlicher Tarifvertrag gilt. Die Löhne unterschieden sich jetzt nicht mehr je nach Arbeitgeber oder sogar innerhalb einer Einrichtung. Niedersachsen bestärkt uns, unter dem Motto „gleicher Lohn für gleiche Arbeit!“, für gerechte Tarifverträge in ganz Deutschland zu kämpfen.

 Der Bürgermeister der Stadt Köln, Herr Dr. Ralf Heinen (www.koeln.de)

Es ist noch gar nicht so lang her, da habe ich ein Grußwort zur Eröffnungsfeier der neuen Räumlichkeiten der „Akademie für Pflegeberufe und Management“ (kurz: apm) mit ihrer Niederlassung hier in Köln in der Schanzenstraße gesprochen. Was ich dort gesagt habe, kann ich hier zumindest teilweise wiederholen, was zeigt, wie sehr Ihre Tätigkeit in unser tägliches Leben als unverzichtbarer Bestandteil eingebunden ist. Mir als Bürgermeister liegt die Kölner Situation in der Alten- und Krankenpflege und insbesondere die pflegerische Versorgungs-sicherung für die Kölner Bevölkerung naturgemäß sehr am Herzen. Sie alle wissen, wie sich der demografische Wandel bemerkbar macht und in der weiteren Entwicklung einen ständig steigenden Anteil älterer Menschen zur Folge hat. Insbesondere der Anteil der Menschen, die 80 Jahre und älter sind und die als „Hochaltrige“ bezeichnet werden, wird sich im nächsten Jahrzehnt deutlich erhöhen. Ebenso wird es zukünftig – so die derzeitigen Prognosen – noch eine wesentlich höhere Anzahl an Menschen geben, die im Alter professionell pflegerisch versorgt werden müssen. Wir in Köln haben dazu den Anspruch, den älteren Menschen in dieser Stadt so lange es geht ein selbst-bestimmtes Leben in der eigenen gewohnten Umgebung zu ermöglichen. Eine zukunftsorientierte Gesellschaft ehrt das Alter genau in diesem Sinne!

Um diese Herausforderung zu meistern, benötigen wir – neben den weiteren erforderlichen Angeboten – auch eine gut aufgestellte Alten- und Krankenpflege mit ausreichend und gut ausgebildeten Fachkräften sowohl für die ambulante
Versorgung als auch die Betreuung der in vollstationärer Unterbringung lebenden
Menschen. Der Kölner Bevölkerungsstruktur entsprechend – mit einem hohen Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund – spielt auch die interkulturelle Ausrichtung der
Altenpflege bei der Ausbildung eine große Rolle. Zeitgemäße Alten-, Kranken- und Gesundheitspflege ist konfessionell und kulturell offen. Ihr Fokus liegt auf der Förderung von Eigenverantwortung und Nachhaltigkeit im Interesse der Pflegebedürftigen. Es geht
darum, die Qualität der Pflege im Einklang mit einem durch Würde geprägtem
humanistischen Menschenbild kontinuierlich zu verbessern und wissenschaftlichen
Erkenntnissen folgend zu aktualisieren. Ich finde Ihre Arbeit deshalb im höchstem Maße wertvoll für unsere Gesellschaft und diesen Bundeswettbewerb sehr gut, da er
dabei hilft, die wachsende Bedeutung der Alten- und Krankenpflege noch stärker ins
öffentliche Bewusstsein zu rücken. Wenn man sich mit der Thematik näher befasst, wird auch deutlich, wie interessant die Berufsfelder sind, in denen Sie arbeiten. Dass die Alten- und Krankenpflege als attraktives Berufsfeld wahrgenommen wird, zeigt die seit Jahren steigende Anzahl der Menschen, die sich in beeindruckender Überzeugung für genau diese Ausbildung in der Pflege entscheiden. Ich wünsche mir, dass der eingeschlagene und offensichtlich erfolgreiche Weg dieses Bundeswettbewerbs fortgesetzt wird! Und ich freue mich natürlich, dass der Vorentscheid für das Saarland, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen hier in Köln stattfindet! Und es ist toll, dass die Veranstaltungen durch eine Kölner Musik-Band unterstützt wird: Die Schüler-Band „Crocodiles“ aus Köln-Ostheim! Letztlich gilt mein ganz besonderer Dank allen Auszubildenden und Fachkräften, die sich für einen anspruchs- und verantwortungsvollen Beruf in der Pflege entschieden haben und damit einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung der Zukunft unserer Stadt und ganz Deutschland leisten. Eines möchte ich Ihnen noch mit auf den Weg geben. Und zwar ein Zitat von Hildegard von Bingen „Pflege das Leben, wo du es triffst.“
Ihr Dr. Ralf Heinen

Grußwort von Fresenius Kabi Deutschland, (www.fresenius-kabi.de )

Pflege geht uns alle an.
Deshalb beteiligen sich schon jetzt viele Schüler, Lehrer, Arbeitgeber und Unterstützer am „Bundeswettbewerb – Bester Schüler in der Alten- und Krankenpflege“, um ein Zeichen für den Pflegeberuf zu setzen. Ihr Schüler wollt beweisen, mit welchem spezialisierten Wissen Pflegekräfte zur Ausübung ihres Berufes Tag für Tag jonglieren. In den Vorentscheiden beweist ihr, über welches Wissen ihr heute bereits verfügt.
Eure Lehrer begleiten Euch, weil sie von Euch und Eurem Wissen und Können überzeugt sind.

Fresenius Kabi ist überzeugt davon, dass der Wettbewerb ein geeignetes Mittel ist, um Euch, liebe Pflegeschüler, zu zeigen, dass die Sicherung der Pflege eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Daher ist es auch unsere Aufgabe die Zukunft der Pflege zu unterstützen. Wir sind gerne Unterstützer des Projekts, da wir in der Versorgung von schwer und chronisch kranken Menschen aktiv sind. Die Weiterbildung von Pflegekräften ist die Grundlage für eine qualitativ gute Versorgung. Daher bieten wir für Pflegekräfte und Ärzte Fortbildungsmöglichkeiten in den Therapiefeldern enterale und parenterale Ernährung, modernes Wundmanagement und der Tracheostomaversorgung an. Wir sind heute hier als Unterstützer der ersten Stunde. Wir unterstützen die Kampagne Bester Pflegeschüler in der Alten- und Krankenpflege mit großer Überzeugung. Eine optimale pflegerische Versorgung mit einem hohen Qualitätsanspruch kann nur durch eine gute und nachhaltige Aus- und Weiterbildung gelingen.
Wir alle haben eines gemeinsam: Wir übernehmen Verantwortung.
Mit eurer Entscheidung in der Pflege tätig sein zu wollen, übernehmt ihr eine wichtige Aufgabe, eine Aufgabe, die Wertschätzung und Anerkennung verdient. Als Unterstützer dieses Wettbewerbs möchte ich hier und heute die Chance nutzen und euch ermutigen diesen Weg weiterzugehen: Denn ihr seid das Berufsfeld der Zukunft.

Vielen Dank, euer Team von Fresenius Kabi Deutschland